ThrondalDie Mär von Throndals Tod

So hört, Ihr Leut, die Mär von Throndal, dem Recken,
Der sich lange ließ vom Tod im Arsche lecken.

Er war kein braver Edelmann,
Und auch den Göttern nicht sehr angetan.

So lebte er ein Lotterleben,
Tat gerne mal den Humpen heben.

Doch Ach, Ihr Leut, ihr werdets unken,
Er hat den letzten Schluck getrunken!

In dieser Nacht in der Taverne,
In der verkehrte er sehr gerne,

Die Allianz, sie rufet: sauf!
Da nimmt das Schicksal seinen Lauf...

Ich seh' ihn noch vor mir, in der Hand die Gabel,
Vom Fette glänzt sein praller Nabel,

Schwingt Reden, kühn und unbedacht,
Selbst über Götter er gelacht.

Ein letztes Mal führt er die Hand zum Munde,
Auf dem Schoß noch Kunigunde:

Oh Throndal, in mir kocht das Blut,
Da ging es ihm schon nicht mehr gut.

Weder Schwert noch Dolch streckten ihn hernieder,
Es war das g'bratene Gefieder

So hört, ihr Leut, die Mär von Throndal, dem Recken,
Ein Stück Knochen blieb ihm im Halse stecken.

 

zurück zur Übersicht